Was ist eine Risikolebensversicherung?

Risikolebensversicherung Wechsel

Mit einer Risikolebensversicherung können Sie Ihre Familie, Ihren Partner oder Geschäftspartner oder einen Kredit für den Fall Ihres Todes finanziell absichern.

Der Schutz der eigenen Familie steht wohl bei den meisten Menschen an erster Stelle. Gerade wenn Sie als Haupt- oder Alleinverdiener eine große finanzielle Verantwortung für Ihre Angehörigen tragen, ist die Risikovorsorge ein wichtiges Thema.

Mit einem Rechner oder dem Risikolebensversicherung Test finden Sie den für Ihre Lebenssituation am besten geeigneten Tarif.

Die Risikolebensversicherung ist eine Form der Lebensversicherung. Sie kommt nur zum Tragen, wenn der Versicherungsfall eintritt. Bei der Risikolebensversicherung wäre das der Tod. Mehr als 150.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland noch vor ihrem 65. Lebensjahr.

Es empfiehlt sich, dieses Risiko zu bedenken und die Hinterbliebenen abzusichern. 34% der Deutschen haben noch keinerlei Absicherung finanzieller Art für die Angehörigen im Todesfall organisiert.

So funktionieren Risikolebensversicherungen

Das Prinzip der Risikolebensversicherung ist denkbar einfach. Sie zahlen der Versicherung einen monatlichen Beitrag. Sollte Ihnen während der Vertragslaufzeit etwas zustoßen, so erhalten die in dem Versicherungsvertrag begünstigten Angehörigen oder Geschäftspartner die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Kommt es nicht zum Todesfall, endet die Absicherung mit Ende der Vertragslaufzeit. Je nachdem wie genau oder großzügig der Versicherung die Beiträge kalkuliert hat, wird dann unter Umständen ein Teil der Beiträge zurück vergütet. Im Normalfall muss dafür jedoch eine Beitragsrückgewähr vereinbart werden, ansonsten erhält der Versicherte nichts. Bei einem Test der Risikolebensversicherung sollten Sie also auch darauf achten, ob eine solche Klausel angeboten wird.

Die optimale Versicherungssumme zur Absicherung

Die Höhe der Beiträge zur Risikolebensversicherung orientiert sich auch an der Versicherungssumme. Wer in jungen Jahren eine Risikolebensversicherung abschließt, vereinbart oft eine niedrige Versicherungssumme. Denn so lassen sich Versicherungsbeiträge sparen. Allerdings sollte die Versicherungsleistung im Todesfall ausreichen, damit Ihre Angehörigen eine gute finanzielle Absicherung erhalten. 

Früher wurde eine Empfehlung anhand der Faustregel „das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens“ ausgesprochen. Unsere Empfehlung: Nehmen Sie sich die Zeit und stellen Sie Ihren individuellen Bedarf fest.

Für Schüler

Du recherchierst für ein Referat über die Risikolebensversicherung? Dann bist du hier genau richtig!

Denke jedoch bitte daran, Risikolebensversicherung.de als Quelle zu nennen. Das ist überhaupt nicht schwer: Einfach http://risikolebensversicherung.de/was-ist-eine-risikolebensversicherung/ am Ende erwähnen - fertig!

Weitere interessante Informationen und Statistiken zur Risikolebensversicherung findest du beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Auf der Website des Statistischen Bundesamtes findest du außerdem Statistiken zu Sterbefällen in Deutschland, auf die wir in diesem Text oft Bezug nehmen.

Nachversicherungsgarantie

Da sich das Einkommen im Laufe des Lebens meist ändert, bietet fast jede Versicherung eine Nachversicherungsgarantie an. Das bedeutet, die Versicherungssumme kann später auch ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden. Meist ist eine solche Anpassung an eine Veränderung der Lebensumstände, wie beispielsweise einer Heirat, der Geburt eines Kindes oder einer Einkommenserhöhung, gebunden. Denn bei diesen Lebensereignissen steigt in der Regel auch der finanzielle Bedarf der Hinterbliebenen im Todesfall des Hauptverdieners. Andere Versicherer bieten eine Änderung der Absicherung auch ohne besondere Gründe an. Dies ist dann meist allerdings nur in Abständen von beispielsweise fünf Jahren möglich. Erkundigen Sie sich vor Vertragsabschluss, ob und unter welchen Bedingungen Ihre Versicherung eine solche Anpassung anbietet.

Kosten der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist auch schon für junge Familien erschwinglich. Da im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung kein Vermögen für die Altersvorsorge aufgebaut wird, bleiben die Versicherungsbeiträge überschaubar. Dafür leisten die Risikolebensversicherungen aber auch nur dann, wenn es tatsächlich zum Todesfall kommt. Die Beiträge zur Risikolebensversicherung werden dabei anhand des persönlichen Risikos, innerhalb der Versicherungslaufzeit zu sterben, berechnet. Umso jünger der Versicherungsnehmer bei Abschluss der Police ist, umso geringer fallen in der Regel auch die Risikolebensversicherung Kosten aus. Wer allerdings Vorerkrankungen aufweist, die das Sterberisiko erhöhen, Raucher ist oder einem gefährlichen Hobby nachgeht, muss mit Risikozuschlägen rechnen Diese werden von Versicherungsgesellschaft erhoben, um die Beiträge für alle Versicherten gerecht zu gestalten. Auch Beruf und Bildungsstand werden herangezogen. Es gibt keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung mehr.

Bis zur Einführung der Unisex-Tarife am 21. Dezember 2012 hatte auch das Geschlecht Einfluss auf die Höhe der Kosten. Frauen mussten damals geringere Beiträge zahlen als Männer, da sie über eine höhere Lebenserwartung verfügen. Damit war ihr Risiko, innerhalb der Laufzeit zu versterben, geringer. Nun zahlen Frauen und Männer jedoch gleichhohe Beiträge und haben die gleichen Kosten für die Risikolebensversicherung, was vor allem für Männer sehr günstig ist.

Auch die Laufzeit beeinflusst die Kosten der Risikolebensversicherung. Mit steigendem Lebensalter wächst auch das Sterberisiko. Daher wirkt sich eine lange Laufzeit maßgeblich auf die Versicherungsbeiträge aus. Versicherten wird empfohlen, die Laufzeit am Versorgungsbedarf zu orientieren. Ein 30-jähriger Familienvater mit zwei kleinen Kindern kann so beispielsweise mit der Versicherung die Laufzeit auf 20 Jahre festlegen. So sind seine Partnerin und die Kinder auf jeden Fall bis zur Volljährigkeit und zumindest den Ausbildungsbeginn der Kinder finanziell abgesichert.

Verbrauchen sollten auch die Steuern, die bei einer Risikolebensversicherung anfallen, berücksichtigen.

Verbundene Lebensversicherung

Gerade dann, wenn beide Partner zum Haushaltseinkommen beitragen oder sich zwei Geschäftspartner gegenseitig absichern möchten, empfiehlt sich eine verbundene Lebensversicherung. Bei dieser Form der Risikolebensversicherung wird nur eine Police abgeschlossen, die jedoch beide Versicherungsnehmer absichert. Der Vorteil ist dabei die Kostenersparnis. Denn es fallen nur Gebühren und Kosten für einen Versicherungsvertrag an. Die Einzelpolice ist somit günstiger, als zwei separate Verträge. Allerdings muss bedacht werden, dass die vereinbarte Versicherungssumme nur einmal ausgezahlt wird. Sterben zum Beispiel bei einem Unfall beide Versicherungsnehmer, so wird die Versicherung nur einmalig an die begünstigten Hinterbliebenen ausgezahlt.

Absicherung eines Darlehens

Oft ist für die Aufnahme eines Darlehens auch der Abschluss einer Risikolebensversicherung notwendig. Dem Kreditinstitut dient dies als Absicherung. Da die Restschuld im Laufe der Zeit abnimmt, reduziert sich auch die erforderliche Versicherungssumme mit der Zeit. Oft sinken bei einer solchen Restschuldversicherung die Beiträge, bis der Kredit abbezahlt ist. Diese Form der Versicherung lässt sich auch abschließen, wenn das Kreditinstitut nicht darauf besteht. So sorgen Sie für eine zusätzliche Absicherung Ihrer Hinterbliebenen.

Auswahl der geeigneten Risikolebensversicherung

Viele Versicherungen bieten Risikovorsorgepolicen an. Für den Laien ist es dabei nicht einfach, einen geeigneten Tarif zu finden. Verbraucher vertrauen daher auch immer mehr den Tests von unabhängigen Verbraucherzeitschriften und Ratingagenturen bevor sie sich für eine Versicherung entscheiden. Allerdings werden beim Risikolebensversicherung Test der Stiftung Warentest und Finanztest oder von anderen Testern sogenannte Musterkunden zur Absicherung herangezogen. Dabei wird etwa überprüft, welche Leistungen ein 34-jähriger Verbraucher zu welchem Preis bei der einzelnen Versicherung zu erwarten hat. Ihre persönliche Lebenssituation kann aber sehr stark von der des Beispielfalls abweichen. Daher sollte ein individueller Risikolebensversicherung Vergleich und Test vor Abschluss einer Absicherung durchgeführt werden.

Was Sie vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung beachten sollten:
  1. Laufzeit
    Eine Risikolebensversicherung sollte Ihre Liebsten solange finanziell absichern, wie diese abhängig von Ihnen sind. Gerade für Eltern bedeutet dies, die Laufzeit nicht nur an der Volljährigkeit der Kinder festzumachen. Denn oft befinden sich die jungen Erwachsenen dann noch in der Ausbildung.
  2. Begünstigte
    Nichts ist so unangenehm wie ein Streit unter Erben. Bei einer Risikolebensversicherung kommt es leider nicht selten zu Streitigkeiten, wenn nicht eindeutig geregelt ist, wer die Versicherungssumme im Leistungsfall erhalten soll. Tragen Sie daher den Namen des/der Begünstigten in den Vertrag ein.
  3. Leistungsausschlüsse
    Haben Sie bereits Vorerkrankungen kann eine Risikolebensversicherung teuer werden. Mit Leistungsausschlüssen lassen sich Risikozuschläge vermeiden. Allerdings reduziert dies auch den Versicherungsschutz.
  4. Nachversicherungsoption
    Ihre Lebenssituation kann sich auch nach Abschluss einer Lebensversicherung noch ändern. Damit Sie in diesem Fall problemlos und ohne erneute Gesundheitsprüfung die Versicherungssumme anpassen können, empfiehlt es sich, eine Nachversicherungsgarantie mit dem Versicherer zu vereinbaren.

Zahlen und Fakten zur Risikolebensversicherung

Wie Eingangs erwähnt, sterben in Deutschland mehr als 150.000 Menschen pro Jahr noch vor dem Erreichen ihres 65. Lebensjahrs. Neben der emotionalen Last, die der Tod eines nahestehenden Menschen mit sich bringt, haben Familienangehörige und / oder Geschäftspartner unter Umständen dann auch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Letzteres lässt sich mittels einer Risikolebensversicherung vermeiden.

Die folgenden Daten vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) sollen einen Überblick über das Produkt „Risikolebensversicherung“ geben.
Der Bestand der Risikolebensversicherungen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und stieg von knapp 5 Mio. im Jahre 2001 auf über 7,6 Mio. im Jahre 2014. Zusammen mit den Risikolebensversicherungen, die als Zusatz mit anderen Versicherungen abgeschlossen wurden, liegt die Zahl der Verträge 2014 bei 10,6 Mio. Stück.

Ebenfalls angestiegen ist die Höhe der Versicherungssumme, die im Todesfall an die Begünstigten ausgezahlt wird. Seit 2001 an wuchs diese von durchschnittlich etwa 47.000 Euro auf knapp über 57.000 Euro (2011) an. Alle Verträge zusammengenommen, sichern insgesamt bereits eine Summe von über 600 Mrd. Euro ab.

Ebenfalls angestiegen ist die Höhe der Versicherungssumme, die im Todesfall an die Begünstigten ausgezahlt wird. Seit 2001 an wuchs diese von durchschnittlich etwa 47.000 Euro auf knapp über 57.000 Euro (2011) an. Alle Verträge zusammengenommen, sichern insgesamt bereits eine Summe von über 600 Mrd. Euro ab.

Die Notwendigkeit einer Risikolebensversicherung ist in sehr jungen Jahren und im Alter oft geringer. Es überrascht daher nicht, dass das durchschnittliche Eintrittsalter 2011 bei 36,4 Jahren lag. Die Laufzeit der in diesem Jahr abgeschlossenen Verträge betrug im Durchschnitt 22,1 Jahre.

Anders als der Bestand schwankt das Neugeschäft und ist leicht rückläufig. 2011 wurden insgesamt circa 850.000 neue Risikolebensversicherungen abgeschlossen. Zwischenzeitlich lagen die Zahlen aber schon bei 1,1 Mio. Neuverträgen.