Unser News-Rückblick: Ärztliche Schweigepflicht, nicht verheiratete Paare und ein neues Design

Unser gesammelten Neuigkeiten

Immer wieder gibt es bei der Risikolebensversicherung Streitfragen etwa hinsichtlich falsch beantworteter Gesundheitsfragen. Zudem können auf die Versicherungssumme hohe Steuern entfallen, wenn man beim Vertragsabschluss nicht aufpasst. Wir haben die wichtigsten neuen Urteile und Tipps zur Risikolebensversicherung für Sie zusammengefasst.

Ärztliche Schweigepflicht: Was darf die Versicherung erfahren?

Bei der Risikolebensversicherung beinhalten die meisten Versicherungsverträge eine Vollmacht zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht. Das heißt, die Versicherung kann behandelnde Ärzte des Versicherten auch noch nach dessen Tod zu Erkrankungen befragen. So kann im Nachhinein geprüft werden, ob der Versicherungsnehmer bei den Gesundheitsfragen alle relevanten Vorerkrankungen angegeben hat. Das Problem: Nicht immer teilt der Arzt dem Patienten alle Befunde mit, die auch in die Krankenakte wandern. Daher wird geraten, vor Abschluss einer Versicherung bei der Krankenkasse einen Überblick über alle abgerechneten Behandlungen des letzten Jahrzehnts anzufordern. Auch eine Beschränkung der Entbindung von der Schweigepflicht auf den Einzelfall ist ratsam. Auf diese Weise darf die Versicherung den Arzt nur um Auskunft zu Diagnosen befragen, die mit der Todesursache in Zusammenhang stehen.

Liegt im Übrigen keine Entbindung von der Schweigepflicht vor, dann dürfen auch die Hinterbliebenen keine nach dem Tod der versicherten Person beziehungsweise des Versicherungsnehmers erteilen. Das hat aktuell das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden.

Mehr Infos auf sueddeutsche.de und test.de.

Beim Vertrag aufpassen, sonst bedient sich das Finanzamt an der Risikolebensversicherung

Ob auf die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung Erbschaftssteuern fällig werden, hängt von den Vertragsbedingungen ab. Insbesondere ist es wichtig zu wissen, wer Versicherungsnehmer, versicherte Person und Bezugsberechtigter ist. Bei einem Ehepaar, das den Tod des Mannes absichern möchte, ist es beispielsweise ratsam, dass der Mann nur als versicherte Person in den Vertrag eingetragen wird, die Frau hingegen Versicherungsnehmerin und Bezugsberechtige ist. Ansonsten werden bei Tod des Mannes auf die Auszahlungen der Versicherung nach einem Freibetrag von in der Regel 20.000 Euro satte 30 Prozent Erbschaftssteuer fällig. Soll der Tod der Frau abgesichert wird, sollte sie im Gegenzug lediglich als versicherte Person auftreten.

Mehr Infos finden Sie auf procontra-online.de.

Probleme mit der Nachversicherungsgarantie für eingetragene Partnerschaften

Eingetragene Lebenspartnerschaften sind in vielerlei Hinsicht inzwischen einer Ehe gleichgestellt. Dennoch gibt es für homosexuelle Paare noch immer Fallstricke. Bei der Versicherung betrifft das unter anderem die sogenannte Nachversicherungsgarantie. Diese kann beispielsweise bei Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen vereinbart werden. Demnach ist bei bestimmten Lebensereignissen wie der Geburt eines Kindes oder einer Heirat eine Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Allerdings erkennen nicht alle Versicherung eine eingetragene Partnerschaft in diesem Zusammenhang auch an. Daher sollte man vor Vertragsabschluss genau in die Versicherungsbedingungen schauen beziehungsweise den Versicherer auf diese Möglichkeit ansprechen.

Mehr Infos bei Community Life.

Welchen Aufwand eine anonyme Risikovoranfrage bedeutet

Bei unseren Recherchen sind wir auf diesen interessanten Beitrag der Finanzberatung Bierl aus Kirchenrohrbach gestoßen. In ihm geht es um die anonyme Risikovoranfrage, die auch wir unseren Lesern empfehlen, sollten sie sich unsicher sein, ob ein Antrag aufgrund von Vorerkrankungen und anderen Risiken abgelehnt werden könnte. Was uns besonders an dem Bericht gefallen hat: Er zeigt mit welchem Einsatz Versicherungsmakler für die Belange Ihrer Kunden eintreten.

Garantiezinssenkung könnte zu Beitragserhöhungen führen

Zum 1. Januar 2017 wird der Garantiezins erneut gesenkt und liegt dann bei 0,9 Prozent statt bisher 1,25 Prozent. Das hat nicht nur Einfluss auf kapitalbildende Lebensversicherungen. Auch die Risikolebensversicherung ist betroffen, schließlich erwirtschaften die Gesellschaften Überschüsse, die mit den Beiträgen verrechnet werden können. Sinkt die Verzinsung, muss so mancher Versicherer seine Kalkulationen anpassen. Die Folge sind steigende Versicherungsbeiträge. Daher gilt: 2016 absichern ist besser als 2017!

Risikolebensversicherung.de in neuem Design

Unseren regelmäßigen Besuchern wird es vermutlich schon aufgefallen sein: Seit Ende März erstrahlt Risikolebensversicherung.de in einem modernen, frischen Design. Das neue Erscheinungsbild ist Ihrem Feedback geschuldet, für das wir uns an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken wollen! Die Verbesserungsvorschläge entnahmen wir den Umfrageergebnissen, die bei der Nominierung zur Website des Jahres 2015 entstanden sind. Für uns besonders erfreulich: Mit den Informationen, die man auf Risikolebensversicherung.de finden kann, sind unsere Nutzer sehr zufrieden.

Wir bleiben auch weiterhin unserem Anspruch treu, Ihnen mit den besten Hinweisen und Ratgebern im Bereich Risikolebensversicherung zur Seite zu stehen. Dafür sind wir jedoch auf Ihre Anregungen und Kritik angewiesen. Falls Sie eine Nachricht an uns haben, können Sie uns ganz einfach auf Facebook, Twitter oder per E-Mail erreichen.